Lions-Adventskalender 2026

Um Kindern die Wartezeit bis Weihnachten zu verkürzen, gibt es seit 120 Jahren gedruckte Adventskalender mit 24 Türchen zum Öffnen. Seit inzwischen 19 Jahren verkürzt der Langenfelder Lionsclub den Käufern des Lions-Adventskalenders nicht nur die Adventszeit. Der Club bietet zusätzlich eine einfache Gelegenheit, Gutes zu tun und zusätzlich interessante Gewinne zu erhalten. „Der seit fast zwei Jahrzehnten unveränderte Kaufpreis von 5 Euro ist bei rund 7000 Kalendern alljährlich unsere finanzielle Basis, um lokale, regionale oder internationale Projekte zu unterstützen“, so Christoph Stiefel, der amtierende Präsident. Seit 1995 erwirtschaftete der Langenfeld Club insgesamt rund eine Million Euro.

Gestern (Freitag) startete vor der Stadtgalerie der Straßenverkauf; anwesend dabei auch Mitglieder des Kalenderteams, die fast ganzjährig an den Vorbereitungen arbeiteten. Bürgermeister Gerold Wenzens folgte der langen Tradition, wonach der 1. Bürger der Stadt den Kalender mit der Los-Nr. 1 kauft. „Es ist prima, was die Lions alljährlich mit den Erlösen des Kalenderverkaufs – auch vor Ort – an Hilfen leisten“, so Wenzens.

Die 374 Gewinne, Sachpreise und Gutscheine im Gesamtwert von 17.000 Euro, zeigen beispielhaft das Leistungsvermögen der lokalen Händler und Dienstleister. Die Palette ist vielfältig, oft Gutscheine, aber auch Physiobehandlungen, VHS-Kurs, oder Padel-Spiel, bis zur Zahnreinigung oder einem Feuerlöscher. Der Nikolaustag verspricht unter anderem einen hochwertigen, modernen Staubsauger der Firma Ruthemeyer, und am Heiligabend gibt es nur eine Gewinn-Nummer, den Hauptgewinn: 1.000 Euro, gesponsert von der Stadtsparkasse Langenfeld, deren neuer Vorstandsvorsitzender Stefan Bettges, die Tradition „gerne fortsetzt“. Im Idealfall findet der Club Sponsoren, die zusätzlich auch noch Kalender verkaufen, wie Blumen Hieke, der Blumentopf oder die „Lebenslust“.

Ulrike Altendorf aus Wiescheid gehörte zu den ersten Käufern. „Jedes Jahr kaufe ich sechs Kalender und suche mir gezielt Los-Nummer aus, die zu Geburtsdaten der Familie passen“, habe auch schon gewonnen, zum Beispiel Blumen oder einen Handwerker-Gutschein.

Auch dieses Jahr sind zusätzlich kleinformatige Postkarten mit demselben Motiv, zum gleichen Preis und mit den gleichen Gewinnchancen zu erhalten. „Ein Vorteil für Käufer, die den Kalender verschicken wollen, oder denen der große Kalender beim Transport oder in der Wohnung zu sperrig ist“, weiß Jürgen Lehmann, Leiter des Kalender-Teams.

Die 24 Kalendertürchen gestalteten erstmals Schüler/innen der LVR-Paul Klee-Schule, eine Schule mit dem Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung. Diesmal haben die Verantwortlichen es sogar geschafft, die Bilder tatsächlich in der Vorweihnachtszeit 2025 zu malen, was die kuriose Notwendigkeit vermied, in heißen Sommern in einer Schule adventliche Atmosphäre zu schaffen. 

Lions-Präsident Stiefel dankte neben den Sponsoren der Gewinne auch für die finanziellen Beiträge zu den Druckkosten, die es möglich machen, den Verkaufserlös ungeschmälert dem Hilfswerk zuzuführen. Dank gilt auch den Großabnehmern, wie den Stadtwerken, die damit ihre Mitarbeitenden beschenken. „Uns ist es wichtig, Projekte zu fördern, die Menschen in unserer Region zugutekommen“, erklärt Geschäftsführer Stefan Figge sein Motiv.

Ehe das erste Türchen geöffnet wird, bleibt viel zu tun. Bereits im Sommer beginnt die Suche nach Sponsoren und Verkaufsstellen. Der Vertrieb von rund 7000 Kalendern erfordert vollen Einsatz der 39 Clubmitglieder. 60 Verkaufsstellen (siehe Homepage) müssen beliefert werden, auch der regelmäßige Straßenverkauf vor der Stadtgalerie ist sehr personalintensiv. Übrigens: Dort kann inzwischen sogar digital gezahlt werden.

Info

Die Los-Nummer steht oben rechts auf jedem Kalender. Bis zu 20 Losnummern für jeden Tag werden notariell gezogen, die geöffneten Türen zeigen die Gewinne und Sponsoren des Tages. Auf der Homepage der Lions www.lions-club-langenfeld.de sind die gezogenen Los-Nummern zu sehen. Den Gewinn einzulösen, ist recht einfach: Mit dem Kalender – bis zum 31. Januar 2027 - zum Sponsor, um das weitere Vorgehen abzustimmen. Auch dieses Jahr ist eine E-Mail-Adresse für eventuelle Nachfragen eingerichtet.