Lions engagiert sich für die Verkehrssicherheit für GrundschülerInnen

Manche Lions-Aktivitäten sind in vielen der Clubs zu finden, wie beispielsweise die jährlichen Adventskalender, Glühweinstände auf Weihnachtsmärkten, Brillen- und Hörgeräte-Sammlungen oder traditionelle lokale Feste im Jahresverlauf.

Ungewöhnlicher ist vermutlich die Idee, sich ehrenamtlich um die Verkehrssicherheit von Grundschülern zu kümmern. Seit einem Jahr unterstützen die Langenfelder Lions die „Tote-Winkel“-Aktion des Straßenverkehrsamtes und der Kreisverkehrswacht Mettmann. In diesem Jahr waren sie bereits an drei Langenfelder Grundschulen im Einsatz: Im Januar an der Grundschule am Brückentor, vor den Sommerferien in der Grundschule Wiescheid und im September in der Peter-Härtling-Grundschule in Reusrath. Dort waren sie im vergangenen Herbst mit ihrem Herzensprojekt gestartet.

Wichtiger Partner ist seit Beginn Matthias Buff von der Verkehrsunfallprävention der Polizei Mettmann, der bisher schon die örtlichen Grundschulen beim Thema Verkehrserziehung unterstützte. Auch die städtische Wirtschaftsförderung unterstützt das Projekt.

Bei strahlendem Herbstwetter und mit Unterstützung durch einen Lkw von Interback sowie die Klassenleitungen des 4. Jahrgangs erfuhren die Kinder in Reusrath an einem September-Vormittag, warum besondere Vorsicht bei großen Fahrzeugen geboten ist. Denn, besonders beim Abbiegen, Anfahren oder Rückwärtsfahren entstehen Bereiche, in denen ganze Schulklassen für den Fahrer unsichtbar sind. Für neu zugelassene Lkw sind elektronische Abbiegeassistenten seit Juli 2022 zwar verpflichtend, und seit Juli 2024 müssen neue Lkw-Modelle diese grundsätzlich haben. Aber ältere Fahrzeuge müssen nicht nachgerüstet werden. Deshalb bleibt es auch weiterhin wichtig, dass Kinder die kritischen Stellen an großen Fahrzeugen kennen und sich selbst schützen.

Ziel des Toter-Winkel-Trainings ist es, die Kinder für diese Gefahren zu sensibilisieren und ihnen zu zeigen, wie sie sich sicher im Straßenverkehr bewegen.

Es wurde konkret geübt, wie sie Abstand halten, Blickkontakt zu Fahrern suchen und warum sie sich im Straßenverkehr niemals direkt vor, neben oder hinter einen Lkw stellen dürfen. Natürlich durften auch alle Kinder mal ins Führerhaus klettern und hinter dem Lenkrad Platz nehmen. Groß war dann jeweils die Überraschung, dass die Klassenkameraden vor dem Lkw überhaupt nicht sichtbar waren. Die eindrücklichen Erfahrungen über die eingeschränkte Sicht von Fahrern werden den Kindern in Erinnerung bleiben.

Ein großer Dank geht an alle Beteiligten, die diese Aktion möglich machen – und an die Schülerinnen und Schüler der Peter-Härtling-Grundschule, die sehr wissbegierig und konzentriert das Training absolviert haben!